25 Jahre "gropies berlin" Jubiläumskonzert

Dieser Artikel wurde im Internetportal "imKreuzfeuer" am 27.10.2006 veröffentlicht:

Am Samstag feierte der junge Erwachsenenchor „gropies berlin“ sein 25 jähriges Bestehen.

In einem Festkonzert, in der Katholischen Gemeinde Bruder Klaus im Bruno-Taut-Ring, lauschten Ehemalige, Freunde und Gäste den Klängen der Sänger.

Die „gropies berlin“ wurden im Herbst 1981 von Bernhard Jahn gegründet und sind ein Chor der Musikschule Paul Hindemith Neukölln. Es fanden sich Ca.16 ehemalige Gropiuslerchen zu einem Jungen Chor zusammen, der aber erst in der „dritten Generation“ richtig „funktionierte“.

Bernhard Jahn wurde 1948 in Berlin geboren und studierte Gesangspädagogik und Chorleitung an der Hochschule für Musik in Berlin. 1973 gründete er die Chorschule Neukölln mit Singklassen, Kinder- Jugend- und Erwachsenenchören. Weiterhin leitete er Männerchöre und auch einen Behindertenchor.

Bernhard Jahn ist Kreischorleiter und Mitglied des Musikausschusses des Chorverbandes Berlin. Er ist Jury-Mitglied bei internationalen Chorfestivals und leitet internationale Chor-Seminare.

Als Anerkennung für seine besonderen Verdienste hat ihm Bundespräsident Johannes Rau 2001 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Damals wie heute haben die meisten Sängerinnen und Sänger mit dem Singen bei den Gropiuslerchen begonnen und verfügen im Durchschnitt über mindestens fünfzehn Jahre Chorerfahrung.

Das Repertoire des Chores umfasst ein- bis achtstimmige Werke aus allen Bereichen der Chormusik. Die Spannbreite ihres musikalischen Könnens reicht von klassisch geistlicher Chormusik bis zur modernen Kunst. Bevorzugt wird internationale Literatur, die von den vielen Auslandstourneen mitgebracht wurde, und in jeweiliger Originalsprache einstudiert und dargeboten wird. Reiseziele waren unter anderem Dänemark, Schweden, Russland, Litauen, Estland, Frankreich, Italien, Brasilien, Kanada, und die USA.

Die „gropies berlin“ gehören zu den gefragtesten Chören Berlins. Sie singen in Studios als Backroundchor, im Fernsehen und lassen sich auch für außergewöhnliche Anlässe engagieren.

Rechtzeitig zum Jubiläum ist ihre neue CD – grenzenlos- erschienen.
Im ersten Teil des Konzertes traten die „gropies berlin“ in ihren langen rot-schwarzen Gewändern auf und sangen sakrale Lieder und Kantaten.

Höhepunkt war die Uraufführung der Komposition „Lamento“, des Gründungsmitgliedes Sven Hellwinkel, die er als Auftragswerk für dieses Jubiläum geschaffen hat. In ihr stoßen Trauergesangsklänge auf Elemente europäischer Kirchenmusik, die zu einem jubelnden Spiritual aufleben.
Als Solistin hörten wir Sophie Engler – ein Genuss.

Sven Hellwinkel wurde 1965 in Berlin geboren. Er schrieb zahlreiche Arrangements für diesen Jugendchor und war 1983 Preisträger beim 1. Berliner Landeswettbewerb „ Schüler komponieren“. Neben seinem Medizinstudium baute er ein eigenes Vokalensemble auf und leitete dieses von 1990 - 1998. Seit dem ist er freischaffender Chorleiter, Stimmbildner und seit 2004 auch in der Chorleiteraus- und –weiterbildung tätig.

Der erste Song nach der Pause, „Super Trouper“ von ABBA, stammt aus dem Jahr 1981 dem Gründungsjahr der „gropies berlin“. Am Pult stand das Chormitglied Stephanie Bugiel, eine Schülerin von Sven Hellwinkel.

Bei den folgenden südamerikanischen Rhythmen gelang es den Sängerinnen und Sängern nicht nur durch ihre Musikalität, sondern auch durch eine beeindruckende Choreografie das Publikum zu begeistern.

Abwechslung brachte das Damen Ensemble mit einem Ausschnitt aus „Sisters act“ und das Herren Quintett mit dem Titel „ Ich und die Anderen.“

Nach zwei unvergesslichen Stunden gingen die Zuhörer beschwingt nach Hause.
Die „gropies berlin“ jedoch feierten mit Freunden und Ehemaligen in fröhlicher Atmosphäre im Gemeindesaal.
(rh)