Orden für Kapellmeister
"gropies"-Chef Bernhard Jahn erhält Bundesverdienstkreuz

Dieser Artikel wurde am 10. Oktober 2001 im Berliner Wochenblatt, Ausgabe Neukölln, veröffentlicht:

Buckow. Mit einem Jubiläumskonzert im Gemeinschaftshaus am Bat-Yam-Platz feiert der Neuköllner Jugendchor "gropies berlin" am 19. Oktober sein 20-jähriges Bestehen. Zur Feier des Tages erhält der Gründer, Motor und Leiter der "gropies", Bernhard Jahn, das Bundesverdienstkreuz.

Der 1981 vom Gesangspädagogen Jahn und ehemaligen Mitgliedern des Kinderchors "Gropiuslerchen" an der Musikschule gegründete Jugendchor gehört nach unzähligen Rundfunk- und Fernsehauftritten und nach diversen Tourneen bis nach Übersee inzwischen zu den gefragtesten Chören Berlins.

Internationaler Preis
Vorläufiger Karriere-Höhepunkt: Als musikalische Botschafter der Stadt erhielten die "gropies" im Juli 2001 den "Internationalen Preis für Berliner Chöre für besondere Leistungen im Sinne der Völkerverständigung". Angefangen hat alles vor knapp 30 Jahren. Gleich nach Studium und Staatsexamen gründete Bernhard Jahn, heute Fachbereichsleiter für Gesang an der Musikschule Neukölln, eine Chorschule mit Singeklassen sowie die ersten Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Chöre - sozusagen die Keimzelle für die drei musikalischen Neuköllner Exportschlager: "Gropiuslerchen", "Gropius-Chor" und "gropies berlin" mit zurzeit insgesamt rund 180 Mitgliedern im Alter von fünf bis 60 Jahren.

Höchster Orden
Alles in allem für den Bundespräsidenten ein triftiger Grund, die Staatssekretärin der Berliner Senatskulturverwaltung zur Gropiusstadt in Marsch zu setzen, um dem 53-jährigen Jahn in Anerkennung seiner Verdienste für den Staat mit dem höchsten Orden der Bundesrepublik Deutschland zu ehren. Herzlichen Glückwunsch!

HDK