Deutsche Chorsänger wohnten eine Woche in den Familien der Kuusaluer Schuljugendlichen

Dieser Artikel wurde am 07.07.1999 in der estnischen Zeitung "Sõnumitooja" veröffentlicht:

Vom 28.06. bis 04.07. weilte der Chor "gropies berlin" aus Deutschland in Kuusalu (Estland) zu Besuch.

Der Besuch war die zweite Hälfte des großen gemeinsamen Projektes, unterstützt von der Robert-Bosch-Stiftung. Im Rahmen des Projekts waren Kuusaluer Sänger vor Weihnachten 1998 in Berlin, jetzt kamen die gropies mit 32 Sängern zum Gegenbesuch, mit dem Hauptziel auf dem Sängerfest in Tallinn aufzutreten.

Konzerte in der Kuusaluer und Niguliste-Kirche

Die Berliner Jugendlichen sangen am Mittwoch abend in der Laurentius-Kirche in Kuusalu. Zuerst sang der Jugendchor Kuusalu, dann die Berliner Gäste und zum Schluss beide Chöre zusammen. Freitag abend fand das Konzert in der Niguliste Kirche statt. Dabei trat außer den beiden Chören auch noch der Tallinner Knabenchor unter der Leitung von "Lydia Rahula" auf.

Der Gesang der Deutschen hat die Esten angezündet

Sowohl Kuusaluer Chorsänger, ihre Eltern als auch andere Konzertbesucher haben einstimmig den deutschen Chor gelobt. Sie sagten, dass die deutschen Jugendlichen beseelt, ansteckend und sehr gut gesungen haben.
Taavi Esko, Dirigent des Jugendchor Kuusalu: "Mir gefällt bei den gropies und ihrem Dirigenten das Können mit dem "piano" zu arbeiten, was das leise und sehr leise Singen bedeutet. Das ist sehr schwer zu erreichen. Das kann man auch Biegsamkeit des Chores nennen. Auch die Beseeltheit ihres Gesanges ist bemerkenswert, besonders die Fähigkeit des Dirigenten, das zustande zu bringen."

Die Worte reichten nicht aus, um das Sängerfest zu beschreiben.

Die gropies sangen am zweiten Tag des alle fünf Jahre stattfindenden Sängerfestes in Tallinn die Lieder des vereinigten Chores, der aus 20.000 Sängerinnen und Sängern bestand. Bernhard Jahn sagte nach dem Festumzug: " Mir fehlen die Worte, um das ganze Erlebte zu beschreiben. Jetzt verstehe ich die Bedeutung der singenden Revolution und weiß, was den Esten Kraft gibt."