Großes Repertoire in vielen Sprachen

Dieser Artikel wurde in der Berliner Woche, Ausgabe Neukölln, am 02.12.2011 veröffentlicht.

gropies berlin feiern am 5. November ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Konzert

Gropiusstadt. Der Chor gropies Berlin wurde 1981 von ehemaligen Mitgliedern des Kinderchores Gropiuslerchen gegründet. Sein 30-jährigesBestehen feiert er mit einem Konzert.

Der Weg der gropies liest sich wie der eines prominenten Musikers: viele Konzerte, aber auch Auftritte im Fernsehen. Für Lena Meyer-Landruth arrangierte Chorleiter Marcus Merkel eine A-capella-Version von „Satellite“, mit der der Chor die Sängerin bei der Verleihung der goldenen Kamera begleitete. Auch für den weltberühmten Geiger David Garrett nahm der Chor jüngst eine Einspielung als Begleitung auf.

„Wenn man an einen Chor mit jungen Erwachsenen denkt, stößt man schon leicht auf uns“, meint der erst 20-jährige Merkel, der die Leitung 2010 übernahm. Diese Feststellung klingt eigentlich zu bescheiden angesichts der unzähligen Auftritte und Konzertreisen ins In und Ausland. Als Bestandteil der Chorschule Gropiusstadt waren die gropies von ehemaligen Mitgliedern der Gropiuslerchen ins Leben gerufen worden. Auch heute noch sind viele der 58 Sänger zwischen 20 und 50 Jahren lange im Kinderchor gewesen. Das Repertoire umfasst vier- bis sechsstimmige Werke. „Wir singen alles, vom modernen Jazz, Pop und Swing über Gospel bis zu Madrigalen, Motetten des 15. Jahrhunderts“, erklärt der 34-jährige Sascha Krajan, der seit seinem fünften Lebensjahr dabei ist.

Vielsprachigkeit zeichnet die erfolgreiche Truppe aus. Sogar auf Japanisch und Estnisch hat der Chor schon gesungen. Ein Auftritt im Roten Rathaus begeisterte den estnischen Staatspräsidenten Lennart Meri sehr. „Er sprach uns auf Estnisch an, weil er glaubte, wir sprechen seine Sprache“, erinnert sich Sopranistin Stephanie Bugiel. Für die Zukunft wünschen sich die Mitglieder wieder mehr Zeit für Chorreisen. „Bei unserer Berufstätigkeit und den Kindern, die viele schon haben, ist das nicht mehr so einfach“, sagt Altistin Tamara Mildt, die sich vor allem wünscht „das möglichst viele noch lange dabeibleiben.“

Die gropies singen am 5. November, 15 Uhr, im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt, Bat-Yam-Platz1. Der Eintritt ist frei.

syri